Makro-Versuche – Tulpen

Endlich hatte ich Zeit und die Gelegenheit wieder ein paar Bilder zu schiessen. Mit Kamera (Nikon D90),  Blitz (Nikon SB-900) und Tulpenstrauss (vom Coop ;-)) bewaffnet ging es an die Arbeit.

Die Einstellungen waren jeweils Manuell eingestellt, Blende möglichst gross (zwischen 22 und 32), die Belichtungszeit relativ klein (zwischen 1/200 und 1/2000). Der Blitz sorgte jeweils fĂŒr genĂŒgend Licht.

Tulpe
BlĂŒtenblatt
Tulpe
Tulpe
Tulpe
Tulpe
TulpenblĂŒtenblattrand
Tulpe

Nikon SB-900 Speedlight

Bis anhin verwendete ich einen “Sunpak pf30x”. Mit einem Preis von unter 100 CHF ist der Sunpak pf30x ein relativ gĂŒnstiges GerĂ€t. Er unterstĂŒtzt iTTL und der Blitzkopf lĂ€sst sich bis 90° nach oben neigen. Das GerĂ€t ist leicht, und benötigt 2 AA-Batterien. Man kann die Belichtung korrigieren (+- 1 EV). Der einzige Nachteil ist die teilweise enorm lange Ladezeit. Wenn der Blitz kalt und vollstĂ€ndig ungeladen ist, kann es bis zu 30 Sekunden dauern. Bei voller Ladung kann man meist 2-3 mal blitzen und das erneute Laden geht wesentlich zackiger voran. FĂŒr kleinere AnlĂ€sse oder Ă€hnliches eignet sich der Blitz recht gut, wenn man damit leben kann, ab und zu ein paar Sekunden zu warten zwischen zwei Bilder. FĂŒr den wirklich geringen Preis kann man nicht meckern.

Da ich in letzter Zeit den Blitz hĂ€ufiger brauche und auch mal von der Kamera entfernt auslösen möchte, habe ich mir ĂŒberlegt ein entsprechendes Kabel zu kaufen. Da die Kabel fast so teuer sind wie der Blitz selber, habe ich die Idee wieder verworfen und stattdessen die BlitzgerĂ€te von Nikon angeschaut. In Frage kamen der SB-600 und der SB-900. Beide lassen sich mit dem Nikon-Eigenen “Wireless-System” fernauslösen, kosten Ă€hnlich viel, und können in etwa das selbe. Meine Wahl fiel auf den SB-900 weil einerseits ein bisschen mehr Zubehör dabei ist, insbesondere gefĂ€llt mir die Diffusor-Kappe welche dabei ist, und gleich nochmal 30-50 CHF zusĂ€tzlich kosten wĂŒrde. Und auf der anderen Seite ist die Bedieung des SB-900 noch ein bisschen angenehmer. So verfĂŒgt der SB-900 ĂŒber einen Dreh-Schalter, mit welchem der Blitz ein- und ausgeschaltet oder in den Remote-Betriebsmodus versetzt werden kann. Weiter ist der SB-900 ein bisschen stĂ€rker. Dies bezahlt man mit zusĂ€tzlichem Gewicht. Da ich den Blitz nicht jeden Tag mit mir herumtrage, nahm ich dies in Kauf.

Nach ein paar ersten Experimenten bin ich begeistert. Insbesondere die Möglichkeit den Blitz “FernzuzĂŒnden” gefĂ€llt mir. Man kann so die Lichtquelle beinahe beliebig positionieren. Mit dem beiliegenden kleinen StĂ€nder lĂ€sst er sich auch auf ein Stativ montieren. Der Blitz erkennt automatisch ob der Diffusor aufgesetzt, oder ein Filter eingelegt ist. Dass der Blitz (wenn er auf der Kamera steckt) mit dem Objektiv “mit-zoomt” ist wohl ein bisschen ĂŒbertrieben. Die Einstellungen lassen enorm viel Freiraum zum ausprobieren. Allerdings muss man vor den Einstellungen auch keine Angst haben. Durch das gleichzeitige DrĂŒcken der beiden Reset-Tasten können die Standard-Einstellungen schnell wiederhergestellt werden. Ausserdem ist der vollautomatische Modus recht zuverlĂ€ssig, man muss also nicht zwingend die ganzen Einstellungen durcharbeiten.

Nikon SB-900 Speedlight
Nikon SB-900

Der SB-900 kann so ziemlich alles was von einem Blitz erwartet wird. Die Lichtmenge kann sowohl mittels iTTL als auch mit Vorblitzen eingestellt werden. So kann der Blitz mit so ziemlich jeder Kamera verwendet werden, welche ihn auslösen kann. Bei Ă€lteren Kameras mĂŒssen aber einzelne Einstellungen von Hand eingestellt werden, da der Blitz zwar iTTL beherrscht, aber das Ă€ltere “normale” TTL nicht mehr unterstĂŒtzt. Neben den Grundfunktionen gibt es auch weitere Spielereien wie ein Stroboskop-Modus. Bei Aufnahmen von bewegenden Objekten, vor dunklem Hintergrund (am besten in der Nacht) können die Bewegungen eingefangen werden.

Wenn die Fernauslösung verwendet wird, kann man auswÀhlen, ob der eingebaute Blitz ebenfalls voll mit blitzt oder ob er nur den externen auslösen soll. Beide können unabhÀngig voneinander eingestellt werden. Die Reichweite des Fernauslösens ist relativ gut, und es ist kein direkter Sichtkontakt notwendig. So kann man den externen Blitz auch hinter einem Milchglas oder einer Softbox verstecken oder irgendwo reinstellen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Im Nachhinein denke ich, dass ich mit dem SB-600 wohl auch glĂŒcklich wĂ€re. Jedoch schĂ€tze ich den mechanischen Schalter um den Blitz ein, bzw. aus oder auf Fernauslösung zu stellen. Das geht mit einem Handgriff und man muss sich nicht durch irgendwelche MenĂŒs klicken. Wer ein kleineres Budget hat sollte sich wohl eher den SB-600 anschaffen. Wer auf Fernauslösung, etc verzichten kann, ist wohl auch mit einem SB-400 oder dem Sunpak pf30x gut bedient.