Makro-Versuche – Tulpen

Endlich hatte ich Zeit und die Gelegenheit wieder ein paar Bilder zu schiessen. Mit Kamera (Nikon D90),  Blitz (Nikon SB-900) und Tulpenstrauss (vom Coop ;-)) bewaffnet ging es an die Arbeit.

Die Einstellungen waren jeweils Manuell eingestellt, Blende möglichst gross (zwischen 22 und 32), die Belichtungszeit relativ klein (zwischen 1/200 und 1/2000). Der Blitz sorgte jeweils für genügend Licht.

Tulpe
Blütenblatt
Tulpe
Tulpe
Tulpe
Tulpe
Tulpenblütenblattrand
Tulpe

Nikon D90 vs. Nikon D60

Mit meiner Nikon D60 habe ich ca. 3500 Bilder geschossen. Ich war (und bin immer noch) begeistert von der D60. Sie ist eine tolle Kamera und vor allem für Einsteiger oder Amateure mit kleinem Budget hervorragend geeignet. Aus meiner Sicht vermisst man bei einer D60 als Einsteiger nichts Wichtiges. Einzig die Abblendtaste und eventuell das “Bracketing” (Das automatische Erstellen von Belichtungsreihen) und die “Live-View”-Funktion fehlen bei der D60. Fotografen mit einem Flair für Makro-Aufnahmen suchen bei der D60 vergeblich die Spiegelvorauslösung, was jedoch Einsteiger wenig kümmern wird. Die D90 kann allgemein ein bisschen mehr, ist aber auch ein wenig grösser und schwerer als die D60. Mit dem Gewicht kommt auch ein mehr Stabilität hinzu, insbesondere Vibrationen spürt man so weniger, die Kamera liegt ruhiger in der Hand und dies wirkt sich positiv auf die Schärfe der Fotografien aus.
Es gibt (leider) auch Features welche mehr oder weniger sinnlos sind. So kann die D90 zwar (HD-)Videos Aufnehmen, führt jedoch bei den Videos den Fokus nicht nach, das heisst wenn sich das “Ziel” auf die Kamera zubewegt, wird das Video unscharf. Was will man mit unscharfen Videos?

Für ambitionierte Amateure gibt es noch ein paar weitere kleine aber feine Unterschiede. So bietet der Sucher der D60 3 AF-Felder die man auswählen kann. Der Sucher der D90 hat 11 Felder und es lässt sich ein Gitternetz einblenden, welches beim wählen des Bildausschnitss helfen soll. Weiter können Serienbilder bei der D90 mit 4-5 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden, die D60 schafft nur 3 pro Sekunde. Damit sind wir beim nächsten Punkt, denn um 4-5 Bilder pro Sekunde zu schiessen, müssen die Daten auch schneller abgespeichert werden können. Die D90 kann die SDHC-Karten (insbesondere die SDHC Extreme III von Sandisk) voll ausreizen (angeblich sei die D90 speziell für diese Speicherkarten designed).
Diverse Tasten sind ein wenig anders angeordnet. So können ISO-Wert, Weissabgleich und Bild-Qualität relativ schnell und bequem verstellt werden. Einfach die entsprechende Taste drücken und am Wählrad drehen. Kein Klicken durch verschiedene Menüs wie bei der D60.

Fazit: Für Einsteiger reicht die D60 vollkommen. Da abgesehen vom Akku eigentlich alles Zubehör auch mit der D90 (und den meisten anderen Nikon-Kameras) kompatibel ist, gestaltet sich ein Umstieg von der D60 auf eine grössere Nikon Kamera einfach und relativ günstig. Für all diejenigen die Profi-Ambitionen haben, würde ich eher die D90 empfehlen. Sie ist in jedem Bereich ein klein wenig besser, hat ein paar zusätzliche Funktionen, ist ein bisschen schneller und kostet dem entsprechend mehr. Ein Einsteiger hat mehr davon, wenn er eine D60 kauft und das gesparte Geld in einen Blitz, ein Stativ oder nur schon einen UV-Filter investiert, um das neue Objektiv zu schützen.