Buchtipp: JPOD von Douglas Coupland

Heute habe ich einen Artikel im Tagesanzeiger entdeckt (Das Universum der Nerds), in welchem das Buch JPod von Douglas Coupland beschrieben und empfohlen wird. Es heisst JPod sei das neuste Werk von Douglas Coupland und da wurde ich ein bisschen stutzig. Ich habe das Buch vor zwei oder drei Jahren während meinen Ferien gelesen und mir dannach die Vorgänger (zB. “Microserfs” und “Generation X“) und Nachfolger (“The Gum Thief“) gekauft. JPod erschien bereits 2006 und ist also weder neu noch das neueste Werk, Allerdings hat es bis jetzt gedauert das Buch zu übersetzen. Eigentlich schade, den das englische Original hat mir gefallen und ich hoffe ich bin da nicht der einzige. Zumindest in Amerika/Kanada muss das Buch ein Erfolg gewesen sein, denn es gibt sogar eine Fernsehserie.

Auf jeden Fall kam mir dank dem Artikel das Buch nochmals in den Sinn und ich werde mir heute wohl noch eines der neusten Bücher von Douglas Coupland kaufen.

Vor allem als Einstieg in die Bücher von Coupland kann ich JPod empfehlen. Es hat einen aussergewöhnlichen Erzählstil und es hat immer mal wieder ein bisschen “Spam” zwischen drin. Teilweise erinnert es an einen Email-Roman (ist aber nicht konsequent durchgezogen), daher passt der Spam recht gut. Es war für mich eine willkommene Abwechslung, da ich allgemein relativ wenig lese und wenn dann eher klassische Literatur oder Dan Brown und ähnliches. Der ungewohnte Stil und die Nähe zu Computer und IT (sowohl vom Stil als auch von der Geschichte) haben mir zugesagt. Ich kann das Buch jedem empfehlen.

Über die Story möchte ich nicht allzuviel verraten, aber es geht im Grossen und Ganzen geht es um einen Programmierer, welcher für eine Firma ein Spiel programmiert. Sein Bruder steigt im Verlaufe des Buchs in den Menschenhandel ein, seine Mutter pflanzt Hanf im Keller und sein Vater scheint ein gescheiterter Schauspieler zu sein. Seine Arbeit sieht allerdings kein bisschen besser aus, da ihr Manager unbedingt will, dass im Skateboardgame eine Schildkröte vorkommt (weil er selber gerade in eine Scheidung steckt und bei seinem Sohn besser ankommen will). Im Verlaufe des Buches wird alles immer wilder, Arbeit beginnt sich mit dem Privaten zu vermischen und neben Leichen die es zu verstecken gilt, laufen natürlich auch die Machenschaften des Bruders aus dem Ruder.

Und zwischen durch gibts immer wieder ein paar Nerd-Witze, so zum Beispiel die “Hug machine”, mit welcher sich Kontaktscheue Nerds umarmen lassen können (ohne menschlichen Kontakt haben zu müssen) oder das Spiel wo einer der Mitarbeiter 8000 Primzahlen ausdruckt, wobei eine der Zahlen gar keine Primzahl ist (und derjenige gewonnen hat, welcher die falsche zeurst entdeckt) und selbstverständlich sind alle Primzahlen im Buch abgedruckt.

Für diejenigen die das Buch auf englich lesen wollen empfehle ich die Taschenbuch Version:

Zm beispiel bei Amazon:

Oder die deutsche Ausgabe (als Hardcover):

Aufgrund des Stils ist es aber recht schwierig das Buch zu übersetzen. Ich empfehle also wenn möglich das Original zu lesen.

Viel Spass beim lesen.